Unverständnis über Gründung eines AfD Stadtverbandes in Willich

Jusos: AfD Willich ist feige

Laut einer Pressemitteilung fand die Gründung am Mittwoch, den 7. September 2016 statt. „Es ist sehr schade, dass sich diese Gruppierung nun offensichtlich auch in Willich gegründet hat. Umso bedauerlicher wäre es, wenn sie sich tatsächlich etablieren würde. Das können wir uns jedoch eigentlich nicht vorstellen“, so Hendrik Pempelfort, stellvertretender Juso-Vorsitzender und SPD-Ratsmitglied. „Unsere Einstellung zur sogenannten “Alternative für Deutschland” hat sich seit unserer Pressemitteilung vom 14. November 2015 nicht geändert: Die bisherigen Gruppierungen dieser Partei versuchen, aus der tragischen Flüchtlingskrise politisches Kapital zu schlagen. Jeder, der sich diesen Gruppierungen anschließt, muss sich im klaren darüber sein, dass er Rattenfängern hinterherläuft”, so Jennifer Stoffers, Vorsitzende der Jusos Willich. Und weiter: “Mit kurzsichtigen Stammtischparolen lassen sich die komplexen und schwierigen politischen Themen dieser Zeit nicht lösen. Das vergangene Jahr hat doch gezeigt, wie der Großteil der Willicher Bürgerinnen und Bürger tatsächlich tickt, denn nie zuvor gab es einen vergleichbaren Zuwachs im Bereich des Ehrenamtes. Durch den Zusammenhalt der im Rat der Stadt Willich vertretenen Parteien mit der Stadtverwaltung sowie den Ehrenamtlern konnte für die Stadt Willich im Umgang mit der Flüchtlingskrise schnell ein durchdachtes Konzept erarbeitet werden, dass dazu führte, dass zum Beispiel die Niershalle bereits wieder ausschließlich zu sportlichen Zwecken genutzt wird und ein gegen Anfang des Jahres drohende Nutzung einer weiteren Sporthalle zur Unterbringung von Flüchtlingen abgewehrt werden konnte.“
Irritiert sind die jungen Sozialdemokraten vor allem darüber, dass bislang keine Namen der Vorstandsmitglieder des Stadtverband bekanntgegeben wurden. „Es ist schon sehr merkwürdig: Da wird ein Stadtverband gegründet, ein Vorstand gewählt und keine dazugehörigen Namen veröffentlicht. Offensichtlich sind die AfD-Akteure zu feige, um sich zu outen“, so Lukas Maaßen, stellvertretender Vorsitzender der Jusos im Kreis Viersen. „Sicher gibt es noch viele weitere politische Themen in Willich, die es anzugehen gilt – allen voran die Schaffung bezahlbaren Wohnraums. Aber genauso sicher sind wir uns, dass Willich hierfür eines nicht braucht – ein Sprachrohr rechtsradikaler Gedanken im Kleid des Show-Aktionismus der sogenannten „Alternative für Deutschland“. Die Jusos werden die Entwicklung dieser neuen Gruppierung in Willich weiter verfolgen.